Impuls: Was leuchtet?

Bild: Hermann Teckentrup

Was leuchtet?

Ist das, was wir sehen und wahrnehmen schon die ganze Wirklichkeit? Liegt das Eigentliche nicht hinter oder über allen Dingen?

Beim Betrachten unserer Kirchenfenster ist mir das bewusst geworden: Wir stehen davor, bestaunen die Bilder, die Farben und die Leuchtkraft und übersehen dabei vielleicht, dass die Fenster matt und schwarz wären, käme das Licht nicht aus einer ganz anderen Dimension. Das Wesen der Fenster wird erst durch das Licht lebendig.

Für unseren persönlichen geistigen Weg kann das bedeuten, das Alltägliche zum Bildschirm, sozusagen zum Glasfenster werden zu lassen für die größere Wirklichkeit; das Licht hinter allem zu sehen und in uns hell werden zu lassen, damit wir das werden, was wir von Gott her sind.

Meister Eckhart formulierte es im 14. Jahrhundert so: „Wenn Gott in dir göttlich leuchten soll, dann fördert dich kein natürliches Licht, es muss vielmehr zu nichts werden. Dann kann Gott mit seinem Licht in dich hinein und in dir leuchten, und er bringt alles mit, was dir ausgegangen ist, und tausendfach und mehr.

Urban Führes

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