Bibelkreis

Die Bibel

bibel_1Welch ein Buch!

Heinrich Heine

Das verbindende Urdokument der Menschheit.

Goethe

Eine Menschheitschronik. Ein aus dem Gestein verschiedener geologischer Zeitalter zusammengewachsener Buchgebirge.

Thomas Mann

Die Bibel ist kein Werk, das möglichst realitätsnah und authentisch „Fakten, nichts als Fakten“ berichten will. Sie verfolgt vielmehr in erster Linie die Absicht, Glauben zu bezeugen und für den Glauben zu werben. Sie ist ein Buch, das von Erfahrungen erzählt, die Menschen in ihrem Leben mit dem gemacht haben, was sie „Gott“ nennen. Sie muss darum „von unten“ gelesen werden, von der Welt, von den Menschen her. Sie ist ein Werk, geschaffen „durch Menschen nach Menschenart“. Darum ist es zum richtigen Verständnis notwendig, „Genau auf die umweltbedingten Denk-, Sprach- und Erzählformen zu achten, die zur Zeit des Verfassers herrschten, wie auf die Formen, die damals im menschlichen Alltagsverkehr üblich waren“.

Dogmatische Konstitution „Dei Verbum“, Zweites Vatikanisches Konzil

Der Bibelkreis versucht in seinem monatlichen Treffen mit den verschiedensten Methoden den Inhalt eines Textes der Bibel aufzuschlüsseln. Aber auch die Betrachtung, die Meditation, die Stille, das Gebet bestimmen den Abend. Die Themen der Bibelabende werden in der Gottesdienstordnung bekannt gegeben.

Verantwortlich: Manfred Boretzki, Telefonnummer (0911) – 69 43 62

Termine:

Der Bibelkreis trifft sich in der Regel am letzten Montag des Monats.
Die nächsten Termine sind:
23. Oktober 2017, 27. November 2017,
29. Januar 2018, 26. Februar 2018

Immer um 20.00 Uhr im Treffpunkt

Das Markusevangelium – am Stück lesen und verstehen

Fünfunddreißig Jahre trifft sich bereits der Bibelkreis. Mit den verschiedensten Themen der Bibel haben sich die Teilnehmer vertraut gemacht: Kindheits- und Auferstehungsgeschichten, den Wundern, Gleichnissen und Jesusbegegnungen …

Da habe ich mir überlegt, nach einem so langen Beisammensein könnten wir uns einmal mit einem ganzen Evangelium beschäftigen.

Warum wähle ich gerade das Markusevangelium aus?

Markus nennt als Erster seine Jesusgeschichte Evangelium und es ist von der Verfassungszeit her das älteste Jesusbuch. Er schreibt es so, dass es vieles zu entdecken gibt. Und er wollte mit seiner Schrift eine Begegnung mit diesem Jesus ermöglichen für alle, die an seinem Leben und Geschick nur noch auf dem medialen Weg teilnehmen konnten. Und dazu gehören auch wir.

Die Abende bieten Gelegenheit das Markusevangelium in einer wortgetreuen, einfachen Übersetzung zu lesen, sich mit den literarischen, theologischen und geschichtlichen Eigenheiten zu beschäftigen und nach der Bedeutung für heute zu fragen.

Wenn Sie Interesse haben, sind Sie herzlich eingeladen.

Manfred Boretzki
18.08.2015

Gedanken zum Bild von Hans Thüsing, Herausgeber eines Markuskommentars:

markus, Schedelsche WeltchronikIch liebe dieses Bild aus der Schedelschen Weltchronik von 1493, weil es den Evangelisten Markus so lebendig zeigt als einen Gelehrten mit wachen, aufmerksamen, kritischen Augen, ein Fass von Gelehrsamkeit. Die Mitte des Bildes ist das sehr sorgfältig dargestellte Buch, schön aufgeschlagen. Er hält es in seiner linken Hand, der Zeigefinger seiner Rechten weist bedeutsam darauf hin. Unten schaut der Löwe, das Symbol des Markus, so verschmitzt aus dem Bild, als wolle er auf eine besondere Eigenart des Markusevangeliums hinweisen: „Da ist etwas versteckt, damit man es entdeckt.“ (vgl. Mk 4,22).