Impuls: Keine halben Sachen …

Keine halben Sachen …

Auf dem Weg nach Jerusalem war Jesus stets von einer bunten Schar von Menschen umgeben. Wer könnten diese Leute gewesen sein? Sicher gab es Schaulustige, die Jesus unbedingt sehen wollten, zufällige Passanten, aber auch sogenannte Jünger, die nach seinen Idealen leben wollten. In diesem Zusammenhang legt Jesus die Messlatte, wer zu seiner Jüngerschaft gehört, sehr hoch. Die provokanten Bibelstellen hierzu sind wohl bekannt:

  • Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.“
  • „Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“

Die Nachfolge steht höher als familiäre Bindungen, das eigene Leben und der materielle Besitz. Sie ist keine halbe Sache, sondern nur ganz und ohne Einschränkungen möglich.

Zwischen den beiden Bibelstellen untermauert Jesus seine Forderung mit einem Beispiel aus dem Alltag:

„Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann.“

Dieses Gleichnis appelliert an den Verstand, vor dem Beginn ein Projekt zu planen und durchzukalkulieren, um es erfolgreich umsetzen zu können. Es ist rund und erzeugt keinen Widerspruch. Die Gedanken beschreiben eine gängige Lebensweisheit, folgen aber genau dem gleichen Motto: Ganz oder gar nicht.

Obwohl das Gleichnis absolut einleuchtend ist, ist es leider im Bewusstsein nicht so präsent.

Franz Forman

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