Der Adventskranz
In diesen Tagen beginnen wir damit, die Kerzen am Adventskranz zu entzünden – Woche für Woche eine mehr. Wir machen uns damit deutlich, dass Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, immer näher kommt. Dadurch ist der Adventskranz Ausdruck dafür, dass die Adventszeit eine Vorbereitungszeit ist. Er kann uns allerdings noch viel mehr sagen. Ich lade Sie dazu ein, die folgenden Gedanken mit in die Adventszeit hineinzunehmen – beim Entzünden der Kerzen oder beim Betrachten eines Adventskranzes:
Jesus hat über sich gesagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ (Joh 8,12) Daher unterstützen die vier Kerzen, die nacheinander entzündet werden, auch die Erinnerung daran, dass Jesus selbst uns immer näher kommt. Die Vier ist zudem eine Zahl, die sehr oft symbolisch für die Welt steht, in der wir leben (z.B. vier Jahreszeiten, vier Himmelsrichtungen). Und dass der Kranz rund ist, kann ebenfalls als Zeichen für die (runde) Erde gedeutet werden, die auf ihren Erlöser wartet. Übrigens waren es nicht immer vier Kerzen: Der ursprüngliche Adventskranz hatte für jeden Tag der Adventszeit eine eigene Kerze.
Auch die Winterzeit findet sich im Adventskranz symbolisch wieder: Die Kerzen bringen Licht und Wärme in diese Zeit der Kälte, und die Zweige von immergrünen Nadelbäumen nähren (wie beim Weihnachtsbaum) die Hoffnung darauf, dass die Sonne bald wieder neues Leben in die Natur bringt. Neues Leben und Geburt Jesu: ein weiterer Zusammenhang.
Nicht zuletzt trägt der Adventskranz mit seiner Kreisform das Symbol der Vollkommenheit in sich: Auf der Welt und in unserem Leben soll wieder alles „rund werden“.
Tobias Herber



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