Impuls: Pfingsten

Pfingsten

Es ist unmöglich, den Heiligen Geist zu fassen, ihn zu greifen. Auch Jesus sagt uns nicht, was er ist, sondern was er tut.

Er sagt:

Der Geist wird euch in die Wahrheit einführen.

Der Geist wird euch alles lehren.

Der Geist wird euch Leben schenken.

Das Wirken des Geistes ist uns so nahe, dass wir es selbst nicht merken.

Er ist in uns.

Paulus sagt: Der Heilige Geist wohnt in euren Herzen. Wenn wir ihn finden wollen, müssen wir ihn dort suchen, in seinem Wirken, in uns selbst. Die klarste Beschreibung, was der Geist vollbringt, hat Paulus im Galaterbrief:

Die Früchte des Geistes aber sind: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Milde, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.

Diese Liste können wir beliebig weiterführen.

Der Heilige Geist zeigt sich: In der selbstvergessenen Güte einer Krankenschwester, die für ihre Kranken, ihre alten Menschen da ist. In der Liebe der Mutter, des Vaters zu den Kindern. In der Pflichterfüllung ohne viel Worte. In der Annahme einer Krankheit, in der geduldigen Annahme des Alters. Im unerschütterlichen Vertrauen des Sünders, dass Gottes Herz größer ist als seine Schuld. Im Durchhalten in der Versuchung. In der Freude eines guten Gewissens. Im Einsatz für den Frieden.

Es sind keine großen Weltereignisse, es sind kleine gewöhnliche Dinge des Alltags. Aber gerade das Einfache, das Gewöhnliche, das Alltägliche, wie schwer fällt es uns: ein wenig Liebe, ein gutes Wort, ein Lächeln, Geduld zu zeigen, zu verzeihen.

Darum bitten wir nun den Heiligen Geist:

Komm, Heiliger Geist!

Erfülle das Herz der Deinen!

Entzünde in uns das Feuer deiner Liebe! Amen

Manfred Boretzki

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