Impuls: Keine Sorge

Keine Sorge

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist in unserer Gesellschaft nicht so präsent wie früher. Das mag unter anderem daran liegen, dass das Verhalten der FIFA und ihrer Funktionäre viele Menschen verstört und das große Geld das Fußballspiel in den Hintergrund drängt. Jesus nimmt in der Bergpredigt Habgier und Eitelkeit kritisch in den Blick, indem er die Pracht des Königs Salomo mit den von Gott geschaffenen Lilien vergleicht, die viel schöner sind als die Kleidung des Königs, ohne dass sie etwas dafür getan haben:

Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben. (Mt 6,28-33)

Jesus macht klar, dass wir nicht nach äußerer Herrlichkeit und Besitz streben müssen und sollen. Wir sollen uns noch nicht einmal um unsere Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken Sorgen machen. Für Jesus steht das Gottvertrauen im Vordergrund: Wenn Gott schon die Blumen so schön kleidet, wieviel mehr wird er dann für die Menschen sorgen? Das heißt: Wenn wir auf Gottes Wegen gehen und darauf vertrauen, dass er für uns sorgt, dann müssen wir uns keine Sorgen machen. Von Habgier und Prunksucht sind wir dann allemal himmelweit entfernt.

Tobias Herber

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