Jahreskrippe: Heinrichstag

Der heilige Heinrich – Gründer und Patron des Erzbistums Bamberg

Das Heinrichsfest ist das Fest des Erzbistums Bamberg. Es wird in Erinnerung an den Gründer des Bistums Bamberg, den heiligen Kaiser Heinrich II. gefeiert. Traditionell findet es am zweiten Juliwochenende jeden Jahres statt, Gedenktag ist der 13. Juli.

Der Hohe Dom St. Peter und St. Georg zu Bamberg ist die Kirche des Bamberger Metropolitankapitels sowie Bischofs- und katholische Pfarrkirche.

Heinrich wurde am 6. Mai 973 oder 978 in Abbach oder Hildesheim als Sohn des bayerischen Herzogs Heinrich II. und dessen Frau Gisela von Burgund geboren. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 995 als Herzog Heinrich IV. das Herzogtum Bayern. Er sorgte sich engagiert um eine Erneuerung der Kirchen und der Klöster.

Nach 995 heiratete Heinrich Kunigunde von Luxemburg. Diese war schon als Kind und Jugendliche sehr fromm und beschloss, jungfräulich zu leben. Der Überlieferung nach offenbarte sie sich gegenüber ihrem Verlobten, worauf dieser ebenfalls das Keuschheitsgelübde abgelegt haben soll. Da ihre Ehe kinderlos blieb, wurde sie von der späteren Legendenbildung als Josefsehe angesehen. So nannte die Kirche Verbindungen, in denen Mann und Frau wie Bruder und Schwester zusammenlebten.

Am 7. Juni 1002 wurde Heinrich im Dom zu Mainz zum König gekrönt, fortan führte er den Namen König Heinrich II.; am 10. August 1002 wurde seine Gemahlin Kunigunde in Paderborn zur Königin gekrönt.

Vom ersten Tag seines Königtums an arbeitete Heinrich auf die Errichtung eines Bistums in Bamberg hin und begann sogleich mit dem Bau einer neuen Kirche, die zwei Krypten hatte und bald vollendet werden konnte. Heinrich erwirkte auf der Reichssynode in Frankfurt am Main, die am 1. November 1007 begann, die Gründung des Bistums Bamberg.

Am 14. Februar 1014 wurde Heinrich in der Basilika St. Peter in Rom von Papst Benedikt VIII. zum Kaiser und seine Gattin zur Kaiserin gekrönt. Dabei überreichte ihm der Papst eine mit einem Kreuz gezierte goldene Kugel. Dies ist der erste Beleg für die Verwendung eines „Reichsapfels“. Solch ein Reichsapfel wurde später ein fester Bestandteil der Reichsinsignien.

Heinrich starb am 13. Juli 1024 in der Pfalz Grone bei Göttingen im Beisein von Kunigunde. Er wurde im Bamberger Dom bestattet. Sechs Wochen regierte Kunigunde daraufhin das Reich, bevor die Herrschaft an den Nachfolger, Konrad den Älteren, überging. Kunigunde starb am 3. März 1033 und wurde ebenfalls in Bamberg begraben.

Heinrich wurde am 4. März 1146 von Papst Eugen III. heiliggesprochen, Kunigunde im Jahr 1200. Bis heute wird das fromme Herrscherpaar in Bamberg verehrt.

Wir hoffen, dass Ihnen die Darstellung und der Text gefallen; bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an das Krippenbauteam wenden.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen für die kommenden Tage.

Wolfgang Will, Rudi Holzmeier, Monika Hofmann

Jahreskrippe: Heinrichstag